Träubles-Baiser-Tarte – Mmhhhhhh!!!

Was für ein Sommer!!! Das muss ich jetzt erstmal kurz loswerden. Ein Traum!!! Nie hätte ich mit solch einem wahnsinnstollen Sommer gerechnet – und dann das!! Manchmal ist es sogar zu heiß zum Backen – ahhhhh!!!

Heut war bei uns die Wärme im angenehmen Bereich und ich konnte ohne Bedenken backen. Herrlich! 😉 Und ich backe gern mit den Früchten und Zutaten, die der Saison entsprechen und dazu gehören eindeutig Träuble im Sommer. Also rote Johannisbeeren im ordentlichen Sprachgebrauch.

Meine Mama und meine Schwiegermama haben beide mehrere Träubleshecken im Garten, die wunderbar rote Früchten getragen haben. Mag es Schicksal sein oder einfach Glück – ernten musste ich sie nicht :)) Von meiner Schwiegermutter bekam ich 3 Beutel mit eigenen Träuble für meinen Gefrierschrank – Danke ❤ Bei meiner Mama waren Valentina und der Opa schneller und haben direkt einen Großteil verspeist!

Warum denn immer nen „normalen“ Träubleskuchen backen, wenn man genauso einfach eine Tarte zaubern kann….

Zutaten für den Mürbteig (a la Mama Sylvia):

  • 280g Mehl
  • 140g Butter
  • 70g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 1 Ei (L)
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • (später:  1 EL Semmelbrösel)

Die Zutaten für den Mürbteig gebe ich in der Reihenfolge wie oben in meine Küchenmaschine und lass dort den Knethaken die Arbeit machen. Die Butterstücke dabei schon gut klein schneiden, dann vermengen sich die Zutaten besser. Wenn die Zutaten gut vermischt sind, leere ich die bröselige Masse auf die Arbeitsfläche und knete sie dort zu einem schönen Teig. Sollten noch größere Butterstücke da sein, hacke ich den Teig kurz mit zwei Schlesingern durch. (Das sind die dünnen Plastikdinger, meist so halbrund und eine grade Seite, wo niemand weiß, wie sie heißen.) Der Teig wird dann in ein Klarsichtfolie verpackt und darf dann im Kühlschrank warten, bis es weitergeht.

Nun kommt die leckere Träublesmasse dran! Und den Ofen könnt ihr schon mal vorheizen auf 180 Grad Ober/Unterhitze.

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Zutaten:

  • ca. 500g aufgetaute rote Johannisbeeren (mit Saft)
  • 1/2 Päckle Vanillepudding-Pulver (Gala von Dr. Oetker ist mein Favorit)
  • 3 EL Zucker
  • 1 Päckle Tortenguss

Für Spontanbäcker eignet sich die Tarte nur bedingt, weil man sie am einfachsten mit aufgetauten Träuble macht. Bedeutet: Die Träuble am Abend vorher aus dem Gefrierschrank holen und auftauen lassen. Natürlich geht auch das Auftauprogramm in der Mikrowelle, aber da kann es schnell eine matschige Angelegenheit werden. [Alles erprobt ;)] Solltet ihr frische Träuble nehmen wollen, dann braucht ihr zusätzlich etwas Johannisbeersaft/-nektar für dieses Rezept. Für die leckere süß-säuerliche Masse lasst ihr die Träuble so auftauen, dass ihr den Saft gleich auffangt. Die Träuble bleiben in einer Schüssel und ihr gebt einfach das Tortengusspulver darüber. Ich vermisch es immer vorsichtig ein kleines Bisschen.

Den Saft füllt ihr in einen kleinen Topf und lasst ihn aufkochen. Ein paar Esslöffel davon rührt ihr währendessen mit dem halben Päckle Vanillepuddingpulver und den 3 EL Zucker glatt. Wie bei normalem Pudding auch 😉 Wenn der Saft kocht, gebt ihr eure Mischung dazu und lasst alles kurz aufkochen, bis es anfängt einzudicken. Immer gut rühren, dass nichts anbrennt 🙂 Der rote Pudding kommt nun über die bestäubten Träuble oder die Träuble in den Pudding – das ist ausnahmsweise mal wirklich egal. Dann vorsichtig ein bissle vermischen und beseite stellen.

Solltet ihr frische Beeren nehmen, dann braucht ihr ca. 200ml Johannisbeersaft für den Pudding!

Nun kommt der Mürbteig aus dem Kühlschrank und darf ausgerollt werden. Vorsichtig…sonst reißt er. Ich weiß nicht warum, aber ich steh mit Mürbteig ja immer etwas auf Kriegsfuß. Der reißt fast immer. Bei meiner Mama geht das immer so schwuppdiwupp und zack ist er in der Form. Ich gebe aber nicht auf!  Die Tarteform (meine ist von Ikea/ 7€) fettet ihr entweder mit Butter oder mit Spray ein und gebt dann den ausgewellten Teig hinein. Der Rand darf so hoch sein, wie die Form oder knapp darunter. Vermutlich bleibt etwas Teig übrig. Variante 1: Essen. Variante 2: Noch ein paar Ausstecherle darauf machen 🙂 Mach ich ganz gerne! Variante 3: Ne Tarteletteform füllen. Dieses Mal habe ich Variante 2 gewählt und die Ausstecherle mit Zuckerguss bemalt ❤

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(ca. 8 Minuten Backzeit)

Nun gebe ich 1-2 EL Semmelbrösel auf den Teig und verteile sie gleichmäßig darauf. Dann kommt die Träublesmasse darauf und ab in den Ofen damit für 35-40 Minuten. Haltet am Ende Sichtkontakt. Wenn der Rand leicht gebräunt ist, kommt die Baisermasse drauf!

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Theoretisch könnte man nun spülen und aufräumen… Praktisch klappt das leider bei mir nie!

Zutaten:

  • 4 Eiweiß
  • 200g Zucker
  • 1 Prise Salz

Die 4 Eiweiß mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen und dann langsam den Zucker einrieseln lassen. Die Masse nun gute 5 Minuten schlagen lassen und fertig ist das Baiser.

Ihr könnt das Baiser entweder mit zwei Löffeln auftragen und Spitzen ziehen. Dazu erst alles auftragen und dann mit der Unterseite vom Löffel immer wieder vorsichtig tupfen. Oder ihr könnt die Masse mit einem Spritzbeutel auftragen. Mag ich persönlich lieber, weil ich gerne mit dem Spritzbeutel arbeite. Den Kuchen nehmt ihr nach 35-40 Minuten aus dem Ofen, gebt euer Baiser darauf und nun kommt die Tarte nochmal knapp 4-5 Minuten in den Ofen zurück. Bleibt auch hier in der Nähe! Wenn euer Baiser beginnt leicht braun zu werden, zackig raus damit! Es wird nämlich ratzfatz schwarz und schmeckt dann auch entsprechend.

Die Tarte nun 2 Stunden auskühlen lassen und dann einfach genießen….mmmmhhhhhh!!!!

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Ich wünsch Euch viel Freude beim Backen!!

FräuleinKuchenzauber<3

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Ergänzung:

Vielleicht werden der Mürbteig und ich doch noch Freunde. Heute hab ich versucht, den Teig auf andere Art und Weise in die Tarteform zu bewegen – und siehe da, ich hatte Erfolg 😉

Der Teig war ca. 1/2 – 1 Stunde gekühlt, da ich nebenher andere Dinge erledigt habe. Ich hab ihn kurz geknetet und dann auf der gut bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig ausgerollt. Nicht zu dünn, so einen halben cm darf er schon haben. Den Teig hab ich gleich so gewellt, dass er einigermaßen rund ist, wie immer. Dann habe ich statt der uralten Falttechnik oder gar keiner Technik den Teig mit einem runden Tortenheber (heißt auch manchmal Tortenretter, aus Plastik) von der Arbeitsfläche gelöst, angehoben und direkt über die Tarteform geflogen. Vorsichtig abrutschen lassen und Taaataaaa…. Ziel erreicht!! Ui, was hab ich mich gefreut!

Leider fehlte der so oft von mir benötigte 3. Arm, um dies alles fotografisch festzuhalten und Manu war im Garten! Nächstes Mal fotografier ich diese artistische Einlage trotzdem irgendwie 😉

Und noch eine Ergänzung: Wer doch lieber nen Kuchen mag und keine Tarte, verändert nur die Träublesmasse wie folgt:

  • 700g Träuble
  • 1 Päckle Vanillepuddingpulver
  • 6 EL Zucker
  • 2 Päckle Tortenguss
  • (400ml Saft bei frischen Beeren)

Zubereitung läuft gleich, nur hat man bedeutend mehr Beerenmasse im Kuchen – auch lecker!!<3

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Heute hab ich Variante 3 gewählt als Restteigverwertung 😉

—> Und die schicke Tortenplatte ist von Birkmann! Findet ihr unter http://www.backfreunde.de

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